Im Zuge der Gefährdungsbeurteilung sind konkrete Maßnahmen gegen Absturz festzulegen

Sie sind hier: Startseite / Infothek / BfGA Newsletter / Neues zur ASR A2.1

Neues zur ASR A2.1

Neues zur ASR A2.1 – Schutz vor Absturz und herabfallenden Gegenständen, Betreten von Gefahrenbereichen

Im April 2014 wurden in der ASR A2.1 formale Änderungen vorgenommen und zudem wurde der Punkt 8 „Abweichende/ergänzende Anforderungen für Baustellen“ eingefügt.

Zu beachten ist insbesonders, dass die Bestimmungen des eingefügten Punktes 8 nicht 1:1 den Vorgaben der Unfallverhütungsvorschrift Bauarbeiten (DGUV Vorschrift 38) entsprechen.

Unterscheidung ASR A2.1 Nr. 8 und DGUV Vorschrift 38

Im Zuge der Gefährdungsbeurteilung hat der Unternehmer konkrete Maßnahmen gegen Absturz festzulegen. Dabei sollten die Vorgaben der Technischen Regeln z.B. ASR – die vom Ausschuss für Arbeitsstätten ermittelt bzw. angepasst und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bekannt gegeben werden – eingehalten bzw. beachtet werden.
Da die technischen Regeln des Staates des bestehenden Rechts darstellen und die Vermutungswirkung auslösen, ist der Unternehmer, der sich daran hält, rechtlich auf der „sicheren Seite“.

Bei Absturzhöhen zwischen 2,00 m und 3,00 m bzw. 3,00 m und 5,00 m unterscheiden sich die Vorgaben der ASR A2.1 gravierend zu den Vorgaben der UVV Bauarbeiten (DGUV Vorschrift 38), wie die nachfolgende Gegenüberstellung zeigt.

Gegenüberstellung

ASR A2.1 Nr. 8.2 (und 4.2) Sicherungen gegen Absturz an Arbeitsplätzen und Verkehrswegen

DGUV Vorschrift 38 § 12 Absturzsicherungen

1) Abweichend von Punkt 4.1 Abs. 3 und 4 müssen Einrichtungen, die ein Abstürzen von Beschäftigten verhindern (Absturzsicherungen), vorhanden sein

3. bei mehr als 2,00 m Absturzhöhe an allen übrigen Arbeitsplätzen und Verkehrswegen.

Abweichend von Nummer 3 ist eine Absturzsicherung bei einer Absturzhöhe bis 3 m entbehrlich an Arbeitsplätzen und Verkehrswegen auf Dächern und Geschossdecken mit bis zu 22,5 Grad Neigung und nicht mehr als 50 m² Grundfläche, sofern die Arbeiten von hierfür fachlich qualifizierten und körperlich geeigneten Beschäftigten ausgeführt werden, welche unterwiesen sind. Die Absturzkante muss für die Beschäftigten deutlich erkennbar sein.

1) Einrichtungen, die ein Abstürzen von Personen verhindern (Absturzsicherungen), müssen vorhanden sein …

3. bei mehr als 2,00 m Absturzhöhe an allen übrigen Arbeitsplätzen und Verkehrswegen;

4. bei mehr als 3,00 m Absturzhöhe abweichend von Nummer 3 an Arbeitsplätzen und Verkehrswegen auf Dächern;

5. bei mehr als 5,00 m Absturzhöhe abweichend von Nummer 3 und 4 beim Mauern über die Hand und beim Arbeiten an Fenstern

Download

Newsletter

ASR-A2.1