CMR (cancerogen mutagen reprotoxic) - Definition

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CMR (cancerogen mutagen reprotoxic)

Unter dem Begriff CMR (cancerogen mutagen reprotoxic) versteht man krebserzeugende, erbgutverändernde und fruchtbarkeitsgefährdende Stoffe der Kategorie 1 und 2.

(Siehe GHS-Verordnung Band II Anhang 1)

Krebserzeugend (cancerogen) ist ein Stoff oder ein Stoffgemisch, der/das Krebs erzeugen oder die Krebshäufigkeit erhöhen kann. Die Stoffe werden in 2 Kategorien mit Unterkategorien unterteilt:

Kategorie 1: Bekanntlich oder vermutlich beim Menschen krebserzeugend

  • Kategorie 1A – Bekanntlich beim Menschen krebserzeugend; überwiegend aufgrund von Befunden beim Menschen.
  • Kategorie 1B – Vermutlich beim Menschen krebserzeugend; überwiegend aufgrund von Befunden bei Tieren.

Kategorie 2: Vermutliche Humankarzinogene

Keimzellen-Mutagenität (mutagen) betrifft hauptsächlich Stoffe, die Mutationen in den menschlichen Keimzellen auslösen können, die möglicherweise an die Nachkommen weitergegeben werden. Bei der Einstufung von Stoffen und Gemischen in dieser Gefahrenklasse finden jedoch auch Mutagenitäts- oder Genotoxizitätsprüfungen Berücksichtigung, die in vitro und an Somazellen von Säugern in vivo durchgeführt werden. Die Stoffe werden in 2 Kategorien mit Unterkategorien unterteilt:

Kategorie 1: Stoffe, die bekanntlich vererbbare Mutationen verursachen oder bei denen davon auszugehen ist, dass sie vererbbare Mutationen an menschlichen Keimzellen verursachen.

  • Kategorie 1A – Stoffe, die bekanntlich vererbbare Mutationen an menschlichen Keimzellen verursachen.
  • Kategorie 1B – Stoffe, bei denen davon auszugehen ist, dass sie vererbbare Mutationen an menschlichen Keimzellen auslösen.

Kategorie 2: Stoffe, die für Menschen bedenklich sind, weil sie möglicherweise vererbbare Mutationen in menschlichen Keimzellen auslösen können.

Reproduktionstoxizität (reprotoxic) sind Stoffe Sexualfunktion und Fruchtbarkeit bei Mann und Frau sowie Entwicklungstoxizität bei den Nachkommen beeinträchtigen.
Um Stoffe nach ihrer Reproduktionstoxizität einzustufen, werden sie einer von zwei Kategorien zugeordnet. In jeder Kategorie werden die Auswirkungen auf die Sexualfunktion und Fruchtbarkeit sowie auf die Entwicklung getrennt betrachtet. Zudem werden die Wirkungen auf/über die Laktation einer eigenen Gefahrenkategorie zugeordnet.

Kategorie 1: Bekanntlich oder vermutlich die menschliche Fortpflanzung gefährdender Stoff

  • Kategorie 1A – Bekanntlich die menschliche Fortpflanzung gefährdender Stoff.
  • Kategorie 1B – Vermutlich die menschliche Fortpflanzung gefährdender Stoff.

Kategorie2: Vermutlich die menschliche Fortpflanzung gefährdender Stoff

Die Wirkungen auf oder über die Laktation werden einer eigenen Gefahrenkategorie ohne weitere Unterteilung zugeordnet.